Die Baugeschichte des Turms
1932 wird der Rhein-Weser-Turm erbaut.
Er reicht über einem quadratischem Grundriss ca. 24 m in die Höhe. Die Konstruktion verjüngt sich nach oben von 9,20 x 9,20 m auf 4 x 4 m. Die Außenhaut wird verbrettert. Allseitig ist jede Etage mit einer horizontalen Fensterreihe versehen. Den massiven Sockel mauerte man aus ortsüblichem Porphyrgestein. Die Fassade zeigt eine Bruchsteingestalt, die den Eingang betont. Die Primärkonstruktion des Turmes besteht aus 4 jeweils 34 m langen Fichtenstämmen. Der Turm wird von 4 Gussstahldrahtseilen stabilisiert. Die oberste Etage ist rundum befenstert, ein flaches Zeltdach bildet den Abschluss des Turmes.
1935 wird in der 1. Etage eine Wohnung ausgebaut,
es entsteht ein Anbau mit Wohn- und Wirtschaftsräumen, dessen Standort nicht mehr bekannt ist. Die Erlaubnis zum Bau weiterer Stallungen wird eingeholt.
1945 wird der Turm schwer beschädigt,
bedingt durch die Kriegshandlungen und durch schweren Beschuss. Viel Wasser kann dadurch in die Konstruktion eindringen, erhaltende Maßnahmen werden dringend erforderlich.
1948 sind Decken- und Wandbekleidung abgerissen,
und teilweise nicht mehr vorhanden. Auch der Boden muss partiell erneuert werden.
1956 wird der Turm privatisiert
und es erfolgt der Ausbau des Sockelgeschosses zu einem Gaststättenraum. Der Turm wird mit zusätzlichen Diagonalen stabilisiert und erhält eine neue Treppe.
1949 wird der vom Einsturz bedrohte Turm saniert.
Die Eigentümer erweitern den hinteren Anbau des Wirtschafts- und Wohngebäudes. Wahrscheinlich stammt aus dieser Zeit auch die dreiseitige Notverkleidung des Turmes mit Blech, sowie die dazu notwendige Unterkonstruktion.
1963 folgt ein Wohnhausanbau
und der Neubau eines Wirtschaftsgebäudes, 1968 wird der Neubau einer Kläranlage notwendig.
1986 Brand des Stallgebäudes
und anschließender Wiederaufbau des Gebäudes.
2001 Eine erneute Renovierung beginnt
Nachdem der Besitzer des Turms gewechselt hat, fallen Renovierungsarbeiten an. Geplant ist die Erweiterung von 6 gemütlichen Gästeräumen. Zudem soll die Fassade in Kupfer gekleidet werden.
2005 Erneuerung von 60 Treppenstufen
Vom dem Erlös der Eintrittsgelder für die Besichtigung des Turmes wurden vom Verein Freunde und Förderer des Rhein-Weser-Turms 60 marode Treppenstufen erneuert.