Die Entstehungsgeschichte des Turms
Der Rhein-Weser-Turm wurde 1932 durch die private Initiative 13 ortsansässiger Männer erbaut. Aus dem ursprünglichen Gedanken einer Schutzhütte heraus entschied man sich für den Bau eines Turmes, auch unter den Gesichtspunkten einen markanten Orientierungspunkt zu schaffen und die Attraktivität der Gegend für den Fremdenverkehr zu steigern.
Vom Baugesuch bis zur Fertigstellung am 21. August 1932 vergingen nur 77 Tage. Die Planung wurde von Baugewerksmeister P. Assmann aus Selbecke erstellt.
Auch die gesamte Baudurchführung wurde in Eigenleistung der Bevölkerung der umliegenden Dörfer erbracht. Die gesamten Baukosten des Turmbaues betrugen, vornehmlich in Hand- und Spanndiensten, 20.00 Reichsmark.
Von Anfang an wurde der Turm durch einen Pächter gastronomisch bewirtschaftet. 1935 übernahm der Bruder des bisherigen Pächters die Bewirtschaftung, es entstand ein erster Anbau von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden.
Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939 gingen die Besucherzahlen drastisch zurück. 1943 verstarb der bisherige Pächter, seine Frau übernahm die Pacht.
Im weiteren Kriegsverlauf wurde auf der obersten Aussichtsplattform ein militärischer Beobachtungsposten eingerichtet, und am 6. April wurde der Turm von amerikanischen Streitkräften erobert, um als Artilleriebeobachtungsposten zu dienen.
1948 wird ein Apell an die Öffentlichkeit gerichtet, den stark beschädigten Rhein-Weser-Turm zu retten. Kreisamt und Gemeinde stellten 6.000,- RM bereit, von denen nach der Währungsreform jedoch nichts übrig blieb. 1949 wurde der Turm mit Zuschüssen von 2.000.- DM wieder instandgesetzt, der Gaststättenbetrieb konnte wiederaufgenommen werden.
Männer der ersten Stunde: Kaspar Kösters, Hubert Hüttmann, Karl Kaiser (ab 1935 Gastwirt)
1950 wurde der Turm an die Stromversorgung angeschlossen. 1956 wurden der Rhein-Weser-Turm und seine Nebengebäude vom Rhein-Weser-Turm-Verein an die Familie Köster verkauft, die bis zum Jahre 2000 die Gaststätte als Familienbetrieb führte.
Seit dem 26. Dezember 2000 wird der Rhein-Weser-Turm von der Familie Schwermer aus Heinsberg bewirtschaftet und bleibt somit weiter in Familienbesitz.

Mitte 2001 werden 6 gemütliche, rustikale Gästezimmer fertiggestellt, die den müden Rothaarsteig-Wanderer zum Übernachten einladen.
Der neue Rothaarsteig
verläuft direkt am
Rhein-Weser-Turm.