Rundblick vom Rhein-Weser-Turm
Es ist sicherlich nicht jedermanns Sache, den Turm zu besteigen. Immerhin sind acht Stockwerke mit insgesamt 113 Treppenstufen zu überwinden. Wer sich dennoch zu einem Aufstieg entschlossen hat, kann jedoch sicher sein, für seine Mühen mit einem nicht alltäglichen Ausblick entschädigt zu werden.
Etwas Zeit sollte man sich allerdings mitbringen, um die Einmaligkeit des Augenblicks in vollen Zügen zu genießen. Es wird alsdann nicht schwerfallen, einige Orientierungspunkte zu markieren, um das Zurechtfinden zu erleichtern.
Im Nordwesten bietet sich die Hohe Bracht an, und im Südwesten ist es der Aussichtsturm auf dem Kindelsberg, der Ziel und Richtung bestimmt. Auf der gleichen Linie etwa grüßen Eggenkopf und Milsenberg herüber.
Südwärts befinden sich die Berge Habecke, Dreiherrenstein und Riemen. Südöstlich und östlich wird uns über das Heiligenholz und den Burgkopf hinweg eine weite Aussicht gewährt. Richtung Berleburg, in das Hessische Bergland bis zur Sackpfeife bei Biedenkopf geht der Blick.
Hinter dem nördlich/nordwestlich auslaufenden Gebirgszug bauen sich jenseits des Lennetals die Kuppen des hohen Lehnberges und des Auergangs auf, und zwischen dem Kirch- und Ilberg lugt die Kuhhelle herüber. Dieser Blick ist Teil eines umfassenden Panoramas, das sich gleichsam wie ein Riesenfenster vor uns auftut.
Im Norden und Nordosten erblickt man die Hohe Hessel (RIFU-Turm), den Härdler, Wildhöfer und den Riesenberg, insgesamt ein außerordentlich wald- und wildreiches Gebiet, das mit seinen stillen Bachgründen und verträumten Winkeln das Herz eines jeden Wanderers höher schlagen lässt. Diese Berge ragen alle weit über 700 m hinaus und gestatten leider keinen weitergehenden Blick etwa in Richtung Astenturm.
Fast das ganze Hundemtal liegt als farbiges und vielgestaltiges Relief, mit seinem Bach Hundem, der den Ortschaften Oberhundem, Kirchhundem und Altenhundem ihren seltsamen Namen gab, vor uns.
Ein Geheimnis sei zum Schluß verraten: Solche Ausblicke sind an einem klaren Wintertag, wenn die Lüfte durchsichtig und die Konturen ungemein verschärft werden, besonders lohnend. Aber auch wenn ein stimmungsvoller Herbsttag seine verschwenderische Pracht ausbreitet.